Montag, 28. Januar 2013

[REZENSION] "Mein Traummann, die Zicke und ich" von Sarah Harvey


Autorin: Sarah Harvey
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (September 2009)
Genre: Chick-Lit / Roman
Originaltitel: Love to hate
deutscher Titel: Mein Traummann, die Zicke und ich
ISBN-10: 3442542693
ISBN-13: 978-3442542697
Preis: 8,95 €

Teil einer Reihe? Nein

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Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Ein Traumprinz kommt selten allein…

Violet kann ihr Glück kaum fassen: Ihr neuer Freund Solist nicht nur der absolute Traummann, jetzt macht er ihr auch noch einen Heiratsantrag! Sols Eltern möchten ihre Schwiegertochter in Spe sobald wie möglich kennenlernen und laden die Verlobten zu sich ein. Doch zu ihrem großen Schreck entdeckt Violet im Haus von Sols Eltern auf einem Familienfoto ausgerechnet Pippa Langford. Denn das Mädchen, das Violets Schulzeit zum absoluten Alptraum gemacht hat, ist Sols Schwester…


Meine Meinung:

„Mein Traummann, die Zicke und ich“ von Sarah Harvey ist ein typischer Chick-Lit Roman für Zwischendurch.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, wodurch sich der Roman zügig lesen lässt. Mit viel Witz und Humor, aber auch einer gewaltigen Portion Intrigen entführt uns die Autorin in eine turbulente Liebesgeschichte, die sich in dem reinsten Chaos verstrickt.

Die Beschreibung der Charaktere wirkt teils überdreht, ist dafür aber sehr vielseitig gewählt und auch besonders liebenswert. So haben wir die Hauptprotagonistin Violet, die ihren absoluten Traummann gefunden hat und heiraten möchte – allerdings steht davor noch das Zusammentreffen mit dessen Familie an. Violet wirkt auf mich ein wenig naiv, sie besitzt eine eigene Konditorei und alles in ihrem Leben scheint perfekt zu sein. Allerdings sobald es ein paar kleine Problemchen zu geben scheint, ist die Heulerei dagegen groß. Auch ihr Traummann Sol (Solomon) scheint der perfekte Kandidat für eine lebenslange Beziehung zu sein, gutaussehend, erfolgreich und einfach charmant, aber ein Mann ohne Ecken und Kanten, ich meine so ganz ohne Makel??? Mir persönlich wäre dies nichts… Ein wenig mehr Persönlichkeit hätte ich mir schon von diesem Charakter gewünscht, denn im Vergleich zu seiner restlichen Familie wirkt er doch ein wenig blass, vor allem gegen seine geliebte Halbschwester Pippa (Philippa) Langford. Sie scheint ein richtiges Biest zu sein und hat wahrlich zwei Gesichter. Sie ist die Erzfeindin von Violet und hat diese zu Schulzeiten schikaniert, wo sie nur konnte. Des Weiteren haben wir noch viele Onkels und Tanten von Sol, diese alle auf ihre eigene Art und Weise besonders menschlich dargestellt werden durch ihre viele spezielle Eigenarten. Besonders erwähnenswert sind hierbei Onkel Silas, der des Öfteren in peinliche Situationen gerät, da er mal wieder das Badezimmer nicht finden kann und Tante Misty, die ihre Yogaübung am liebsten nackt fabriziert. Ich würde sagen, bei dem Rest der Familie handelt es sich einfach um Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und herzhaft über sie lachen kann.

Der Titel „Mein Traummann, die Zicke und ich“, finde ich hervorragend gewählt, da es die ganze Geschichte perfekt reflektiert; das Cover hingegen ist super niedlich mit dem Hamster und dem rosa Herzchen, aber ich weiß leider nicht, was er in dem Sinne mit der Geschichte zu tun haben soll, außer dass sein Gesichtsausdruck einen alles verzeihen lässt.

Die Fragen, die sich in mir beim Lesen dieses Romans aufgetan haben, sind „Wie weit kann ein Mensch gehen um einem anderen das Leben schwer zu machen“, „Was ist dabei noch zumutbar?“, da ich hierzu viele Stellen einfach extrem übertrieben fand. Klar es hängt von jedem einzelnen Menschen selbst ab und die Stellen waren lustig, aber manchmal ist doch einfach auch mal gut. Und dann natürlich die Frage „In wie weit ist ein Mensch bereit sich zu ändern? Bzw. ist es überhaupt möglich eine Drehung der eigenen Persönlichkeit um 180 Grad auf Dauer durchzuhalten? Von einem totalen Miststück zu einer zuckersüßen Person, die jeder auf Anhieb gerne hat?“

Nun aber zum eigentlichen Inhalt der Geschichte… Violet hat es geschafft, sie führt erfolgreich eine Konditorei und hat alles was sie zum Leben braucht – nun soll ihr Glück auch noch perfekt werden, da ihr Traummann Sol ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Vor der Hochzeit steht aber noch das große Kennenlernen von Sols Familie an und hierbei erlebt Violet eine böse Überraschung. Sols etwas außergewöhnliche und doch gewöhnungsbedürftige Familie schließt Violet sofort ins Herz, allerdings gibt es ein Problem. Sols geliebte Halbschwester, von der Violet schon so viel „Gutes“ gehört hat, ist ihre größte Erzfeindin aus Schulzeiten. Pippa Langford ist das Miststück in Person. Wann immer sie nur konnte, hat sie Violet das Leben zur Hölle gemacht. Aber was ist jetzt? Pippa scheint sich um 180 Grad gedreht zu haben, oder ist auch diesmal alles nur Schein?

Was Violet alles durchmachen muss und wie ihre Gefühle dabei Achterbahn fahren, müsst ihr nun selbst herausfinden, schließlich will ich ja nicht zu viel verraten.


Fazit:

Eine Liebe durch die rosarote Brille, durchsetzt mit fiesen Intrigen und herzhaften Lachanfällen. Ein gelungen, leichter Roman für Zwischendurch!



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