Mittwoch, 25. September 2013

Infoabend "Nierentransplantation" Uniklinik Frankfurt am Main


Hallo ihr Lieben,

dieses Mal möchte ich euch nicht von einer Autorenlesung berichten, sondern von einem sehr interessanten Infoabend in der Universitätsklinik Frankfurt.

Universitätsklinik Frankfurt??? Ja, richtig gelesen… Am Dienstag, den 17. September 2013 hat um 16.30 Uhr ein Infoabend rund um das wichtige Thema "Nierentransplantation" stattgefunden, zu diesem ich, da es mich selbst betrifft und es so langsam in die Vorbereitungsphase geht, herzlich eingeladen wurde.

Es sind einige betroffene Personen erschienen, jedoch auch einige Leute, die sich für das Thema interessieren. Allerdings wurde auch angesprochen, dass man womöglich noch ein wenig mehr auf diesen Infoabend hätte aufmerksam machen können. Daher habe ich mich kurzerhand entschieden auch einen kurzen Bericht dazu zu verfassen, damit einige mehr Leute mitbekommen, dass es auch in ihrer Nähe in den großen Universitätskliniken zu den verschiedensten Themen immer wieder hilfreiche Infoabende gibt, die von den dort behandelnden Ärzten gehalten werden und man auch genügend Zeit hat wichtige Fragen zu stellen.

Dies soll jetzt nicht heißen, dass der Abend nicht groß angekündigt war – schließlich haben die Ärzte ihren Patienten Flyer mitgegeben und auch in diversen Dialysezentren wurden diese verteilt, sowie eine Ankündigung auf der Internetseite. Aber ihr wisst ja, mehr geht bei solch wichtigen Themen wie Transplantationen immer.

Thematik dieses Abends war das Thema „Nierentransplantation“, welches von den Ärzten mit Hilfe einer aussagekräftigen PowerPoint-Präsentation vorgetragen wurde. Hierbei wurden jeweils die wichtigsten Stichpunkte noch einmal deutlich zusammengefasst und gegebenenfalls durch bildliche Statistiken und eindrucksvollen Bildern unterstützt. Aufgeteilt wurde die Besprechung in drei große Teile, die jeweils von einem anderen Arzt genauer erläutert wurden.

Allgemeine Aufgliederungs-Übersicht:

1.       „Vorbereitung und Aufnahme auf die Warteliste“
Dr. Martin Brzoska, Bereich Nephrologie
2.       „Nierentransplantation: Immunsuppressiva und Infektionsprophylaxe, stationärer Aufenthalt und Nachsorge“
Prof. Dr. Ingeborg A. Hauser, Bereich Nephrologie
3.       „Laparaskopische Nephrektomie bei Lebendspendern“
             PD Dr. Frank Ulrich , Bereich Allgemein- und Viszeralchirurgie


Selbstverständlich wurden auch hierbei wieder die einzelnen Bereiche in Unterpunkte aufgegliedert und genauestens erläutert, wobei ich jetzt nicht in alle Einzelheiten verfallen möchte um diese nochmals wieder zu geben.


Selbstverständlich wurden auch hierbei wieder die einzelnen Bereiche in Unterpunkte aufgegliedert und genauestens erläutert, wobei ich jetzt nicht in alle Einzelheiten verfallen möchte um diese nochmals wieder zu geben.

Im Allgemeinen wurden die Unterschiede zwischen einer Verstorbenen Spende und einer Lebendspende erläutert, welche Vorbereitungsmaßnahmen notwendig sind, vor allem in Bezug auf die dringend notwendigen Voruntersuchungen und Medikamenteneinnahme. Es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass der Patient verpflichtet ist, stets auf sich selbst zu achten, da ja nicht immer ein Arzt in der Nähe ist und man sich sofort melden soll, sobald einem etwas „nicht normal“ erscheint! Auch wurde der Ablauf der Aufnahme auf die Warteliste bei Eurotransplant genauestens beschreiben und auch hier wurde auf die regelmäßige Korrespondenz zwischen Patient, Arzt und Eurotransplant hingewiesen. An verschiedenen Statistiken wurde noch einmal aufgezeigt, wie sich alles im Laufe der Jahre verändert hat, wie viele Transplantationen nach den verschiedensten Verfahren in den letzten Jahren durchgeführt wurden und wie die Chancen zu altern für Transplantierte, sowie für Dialysepatienten stehen (wobei hierbei logischerweise immer ein Durchschnitt berechnet wurde und Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen) (denn diese Statistik lies mich teils kurz die Luft anhalten und war nicht sonderlich schon, wenn man in jungen Jahren darüber nachdenkt). Auch der Ablauf einer Nierenvergabe wurde nicht außen vorgelassen. Zum Ende hin wurde dann wie bei Punkt 3 erwähnt, der Ablauf einer laparaskopischen Nephrektomie bei Lebendspendern erklärt. D. h. es wurde in einzelnen Bildern dargestellt, wie die Entnahme einer Niere stattfindet und wo sie bei dem Empfänger wieder eingesetzt wird. Diese Bilder waren zwar sehr hilfreich um es sich im wahrsten Sinne der Worte bildlich vorzustellen, aber nichts für meine schwachen Nerven, die so etwas nicht sehen kann und es mir dabei übel wurde…

Wie gesagt ich halte mich hier einfach mal kurz, da ich jedes Mal bei allen einzelnen Unterpunkten hätte ausschweifen können ins Unermessliche… Der Aufbau und die Präsentation des Abends hat mir sehr gut gefallen, da zu Beginn jeder sich vor dem Eintreten in den Hörsaal die verschiedensten Infomaterialien, sowie einen Block und Stift um Notizen machen zu können, mitnehmen konnte. Dann ein Ablauf des Abends und die jeweiligen Ärzte vorgestellt wurden und nach jedem wichtigem Unterpunkt eine kleine Pause gemacht wurde um darüber nachzudenken und falls Fragen vorlagen, diese gestellt werden durften. Vor allem dieser Punkt war klasse, da man so nicht bis zuletzt warten musste und dann vielleicht vergessen hätte, wo man eigentlich ansetzten wollte. So wurden die unterschiedlichsten Fragen immer direkt im Anhang geklärt.

Ja und zu guter Letzt gab es auch noch eine kleine Verköstigung, wobei die Ärzte auch hier gerne bereit waren sich den privaten Fragen der Teilnehmer unter vier Augen zu stellen.


Hier mal ein kleiner Eindruck von den Infomaterialien für die Teilnehmer:




Und zu guter Letzt die Ärzte:


Fr. Jakob (Sekretärin), Dr. Brzoska, Prof. Dr. Hauser, Dr. Ulrich, Fr. Hoffmann (Sekretärin)

Kommentare:

  1. Hallo Elchi,

    nun ein Thema das Frau/Mann wirklich an die Nieren geht. Ich glaube, mir würde es ähnlich ergehen , wenn ich sollte Aufnahmen präsent bekommen würde....

    Ja und Organspende nun damit sollte sich jeder mal beschäftigen so oder so.

    Ich hoffe, Dir sind jetzt einige Sachen/Entscheidungen entsprechend leichter gefallen nachdem Du jetzt Dich mal informiert hast.

    LG..Karin..

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    1. Informiert bin ich ja die ganze Zeit schon, da ich immer wieder allerlei von meinen behandelnden Ärzten gesagt bekomme und als im Austausch mit Ihnen stehe, aber der Abend war auch für außenstehende Personen, sehr interessant, da jeder dort hinkommen konnte.

      Die Fragen, die jetzt nach und nach noch auftreten, kann ich im privaten bei den Gesprächen stellen. Und Entscheidungen gibt es da in meinem Falle ja leider keine großen zu treffen, da bleibt nur entweder Transplantation oder wenn meine Nieren ihre Arbeit ganz einstellen gezwungenermaßen Dialyse.

      Jetzt laufen halt schonmal die ganzen Voruntersuchungen an und das sind eine Menge und auch meine Eltern werden, da sie gerne spenden würden, sofern alles zusammen passt, nun allerlei Untersuchungen unterzogen und von oben bis unten auf den Kopf gestellt.

      Liebe Grüße
      Elchi

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  2. Ich finde es ganz toll, dass du mit diesem Bericht an die Öffentlichkeit gegangen ist. Gerade durch den Transplantationsskandal schrecken doch viele davor ab.
    Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft!
    Liebe Grüße Hanne

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    1. Danke, liebe Hanne.

      Ja, das Thema wurde auch angeschnitten und gerade deshalb ist es ja eigentlich wichtig, dass die Leute sich da eher mal informieren anstatt immer gleich wegen jedem bisschen davon zu rennen.

      Nur im Allgemeinen wollte ich einfach mal darauf aufmerksam machen, dass es an allerlei Unikliniken imemr mal wieder Infoabende zu gewissen Themen gibt, die nicht nur für die Patienten gedacht sind, sondern für die Allgemeinheit um sich zu informieren um damit am Ende auch besser umgehen zu können ;)

      Liebe Grüße
      Elchi

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  3. Organspende - ein wichtiges Thema, mit dem sich jeder beschäftigen sollte. Liebe Elchi, ich finde es gut, dass du damit in die Öffentlichkeit gehst. Auch ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe ... ♥
    Kate

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  4. Ich finde den Bericht auch ganz toll und finde es sehr gut das du damit an die Öffentlichkeit gehst.Leider haben noch viel zu wenig Menschen einen Organspenderausweis. Ich selber habe einen seit 2006.
    Maus ich wünsche dir ganz viel kraft und wenn was ist, du weißt wo du mich findest *drück*

    LG Sheena

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    1. Danke Süsse ♥

      ja, ich weiß, wie ich dich erreiche :)

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  5. Hallo Elchi,

    ich drücke Dir auf alle Fälle die Daumen!!!
    Denn in meiner Familie hängt meine Tante auch an der Dialyse und ich weiß und kann nachfühlen was das bedeuten kann.

    LG..Karin..

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