Donnerstag, 30. Mai 2013

REZENSION "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" von Kady Cross


Autorin: Kady Cross
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (April 2013)
Genre: Jugendbuch / Steampunk
Originaltitel: The Girl in the Steelcorsett
deutscher Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
ISBN-10: 3453314646
ISBN-13: 978-3453314641
Preis: € 8,99 [D] / € 9,30 [A]

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil
(Steampunk Chroniken #1)

www.heyne.de




Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Die beste Heldin aller Zeiten

Finley Jane ist sechzehn, das stärkste Mädchen Englands und manchmal auch ganz schön einsam. Doch als sie Griffin begegnet, wird sie plötzlich gebraucht, denn Griffin und seine Freunde kämpfen in den Straßen Londons gegen Verbrecher. Da kommen Finleys Superkräfte gerade recht. Vor allem als die Freunde eine Verschwörung aufdecken, die die ganze Welt in Gefahr bringt…


Meine Meinung:

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist der erste Band der „Steampunk Chronicles“ von Kady Cross.

Die Geschichte spielt im London des Jahres 1897 und beinhaltet sowohl reelle als auch erfundene Elemente, wodurch sie u.a. teilweise sehr futuristisch rüber kam, trotz der typischen Steampunk-Elemente wie Luftschiffe, Dampfdroschen und motorbetriebenen Velozipeds, aber auch jede Menge andere Erfindungen und speziell die Metall-Roboter, die fast schon menschlich wirken.

Wahrscheinlich habe ich mir allein bei dem Gedanken an London und Steampunk jedoch schon ein wenig zu viel von der Geschichte erhofft, so dass ich meine Erwartungen sehr hoch gesetzt habe und im Endeffekt ein wenig enttäuscht zurückgelassen wurde.

Das Buch beginnt mit der auf der Rückseite des Buches angekündigten Bonusgeschichte, als Prolog mit dem Titel „Das unglaubliche Abenteuer von Finley Jane“. Hier erfahren wir bereits, dass Finley kein gewöhnliches Mädchen ist, sondern über sonderbare Kräfte verfügt. Warum dies so ist und wie es dazu kam, erfährt der Leser hierbei jedoch nicht, sondern muss es erst einmal so hinnehmen. Der Prolog bezieht sich dabei auf 100 Seiten und ist eine kleine Geschichte für sich, die meiner Meinung nach trotz der Tatsache, dass wir nicht wissen, woher Finley diese enormen Kräfte besitzt, recht viel versprechend gestaltet ist.

Die eigentliche Geschichte beginnt jedoch damit, dass Finley sich ihren Unterhalt als Dienerin eines charakterlosen rüpelhaften Lords verdient. Da Finley jedoch kein gewöhnliches Mädchen ist und scheinbar eine böse Seite in ihr schlummert, diese immer aus ihr auszubrechen droht, wenn sie sich auf irgendeine Weise bedroht und angegriffen fühlt, begeht Lord Felix einen großen Fehler als er versucht Finley zu nahe zu treten und sie zu belästigen. Ihre dunkle Seite gewinnt die Überhand und es kommt zu einem Kampf, bei dem Finley die Flucht ergreift. Bei ihrer Flucht rennt sie dem Duke of Greythorne vor sein Velo und findet sich kurzerhand in seinem Haus wieder. Gemeinsam mit dem Duke und seinen außergewöhnlichen Freunden begibt Finley sich nun auf Verbrecher jagt…

Die Geschichte im Gesamten erinnert mich eher an eine Mischung aus Detektivgeschichte, „Frankenstein“, „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, sowie „Dr. Jekyll und Hyde“ gepaart mit ein wenig „X-Men“, was an für sich eigentlich eine interessante Mischung ergeben sollte, deren mögliches Potenzial die Autorin in meinen Augen leider nicht vollständig genutzt hat. Hinzu kommt, dass sich keine wirkliche Spannung aufbauen konnte und die meisten Geschehnisse doch zu schnell durchschaubar waren.

Auch die Charaktere konnten mich nicht so wirklich überzeugen und ihnen fehlt es ein wenig an Tiefgang. Da haben wir zum einen Finley, die nach außen hin wie ein ganz normales Mädchen wirkt, aber nur solange wie ihre dunkle Seite schläft. Diese scheint immer dann aus ihr auszubrechen, wenn sie sich bedroht fühlt und Ärger in ihr aufsteigt, sodass sie ungeahnte Kräfte entwickelt.  Und zum anderen Griffin und seine Freunde, über diese ihr euch lieber selbst ein Bild machen solltet, da einige hier bestimmt andere Ansichten haben werden. Die Einzige, die mich wirklich überzeugen konnte und mir ans Herz gewachsen ist, ist Emily, die kleine Erfinderin. Sie bewahrt immer einen klaren Kopf und trägt das Herz am rechten Fleck.


Fazit:

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist eine eigentlich interessante Geschichte, deren Potenzial die Autorin leider nicht vollständig genutzt hat. Es fehlt ein wenig an Tiefgang und Spannung und auch die Charaktere wirken eher unspektakulär. Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangehen – aber vielleicht kann es den ein oder anderen ja doch überraschen, schließlich ist es alles eine Ansichtssache!




Vielen lieben Dank an KiBuLo und den Heyne Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar! (Leserunde)


Bitte bedenkt, dass jeder Mensch beim Lesen einen anderen Eindruck empfindet und eine andere Meinung hat, dies persönlich drückt meine Meinung aus und muss von euch nicht genauso empfunden werden, es kann durchaus sein, dass der ein oder andere es ganz anders empfindet und klasse findet - also bildet euch am besten immer selbst eine Meinung dazu!

Dienstag, 28. Mai 2013

The Sunday Story - Books I got this Week

20.05.2013 - 26.05.2013

So, auch diese Woche ist bereits wie im Fluge vergangen und das Wetter lässt nach wie vor zu wünschen übrig, aber auch die Woche lies irgendwie sehr zu wünschen übrig... Dennoch konnte ich auch in dieser Woche einen Neuzugang verzeichnen :)

Tadaa:



"Of Triton"
von Anna Banks
(Dieses Buch hatte ich mir vorbestellt; der erste Teil "Of Poseidon" (dt.: "Blue Secrets - Der Kuss des Meeres") kommt bei uns im Deutschen ja am 9. September 2013 als Taschenbuch bei cbt heraus!)





Und hier nochmals als kleine Erinnerung:

(Copyright: Lovelybooks)

Wer auch so gerne ein Eulen- oder Esellesezeichen von Lovelybooks hätte, kann sich diese kostenlos 
HIER ordern ;)

Ist das nicht klasse?!
Also ich bin total begeistert von den tollen Lesezeichen!!!


Mittwoch, 22. Mai 2013

[REZENSION] "Herzklopfen - Down Under" von Kate Sunday


Autorin: Kate Sunday
Taschenbuch: 342 Seiten
Verlag: At Bookshouse Ltd. (April 2013)
Genre: Jugendbuch / Romantik
Originaltitel: Herzklopfen - Down Under
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
ISBN-10: 9963722105
ISBN-13: 978-9963722105
Preis: € 13,99 [D]
ebook: € 4,99 

Teil einer Reihe? Nein

www.bookshouse.de





Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Ärger ist vorprogrammiert, als sich die deutsche Austauschschülerin Nele Behrmann in den smarten Australier Jake verliebt. Beim Surfen am Strand von Victor Harbor kommen sie sich näher, doch nicht nur Jakes Exfreundin Sandy, sondern auch Neles Gastschwester Tara versuchen mit allen Mitteln, dieser Beziehung Steine in den Weg zu legen. Der Plan geht auf und Neles heile Welt zerbricht. Der coole Chris wittert seine Chance. Er umgarnt Nele, doch er hütet ebenso wie Jake ein düsteres Geheimnis. Plötzlich gerät die Situation außer Kontrolle…


Meine Meinung:

„Herzklopfen – Down Under“ von Kate Sunday ist ein gelungener Roman aus dem Bereich Contemporary Young Adult, der mit großen Gefühlen, fiesen Intrigen und einer ordentlichen Portion Spannung aufwartet und den Leser mit sprachlichem Geschick und gekonnten Wendungen der Geschehnisse in den Bann zieht.

Der Schreibstil wirkt flüssig und leicht verständlich. Er ist der jugendlichen Sprache sehr gut angepasst, da die Autorin gelegentlich australische Redensarten hat mit einfließen lassen, wodurch der ganze Ausdruck gleich viel lebhafter wirkt. Die Erzählweise wird dabei abwechselnd aus unterschiedlichen  Perspektiven wieder gegeben, weshalb die Geschichte und die Protagonisten sehr authentisch rüber kommen, da der Leser so einen schönen Einblick in die Gedanken der Protagonisten erhält und leichter ihren Handlungen folgen kann.

Die Haupt-, so wie die Nebencharaktere sind liebevoll beschrieben und haben alle ihre Stärken und ihre Schwächen.  Durch die große Anzahl an Gefühlschaos, welches die Protagonisten durchleben, wirken sie besonders authentisch und keinesfalls überzeichnet.

Die Hauptprotagonistin Nele, entspricht mit ihren 16 Jahren dem lieben, netten Mädchen von nebenan. Ihre sympathische, offene Art macht sie zu Jemand, den man gerne zur Freundin hat. Zu Beginn wirkt sie ein wenig eingeschüchtert und oft auch naiv, aber im Laufe der Zeit wächst sie über ihre Selbstzweifel hinaus und wird reifer.
Jake entspricht dem typischen Surferboy-Klischee. Braun gebrannt und durchtrainiert mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen, ist er natürlich der Mädchenschwarm schlechthin. Kein Wunder, dass auch Nele ihm verfällt. Sich seinem guten Aussehens bewusst, will er eigentlich nur seinen Spaß und birgt zunächst ein Geheimnis mit sich. Aber auch er lässt den Leser nach und nach Einblicke in seine Gedankenwelt gewähren.
Chris dagegen wirkt noch mysteriöser und geheimnisvoller, er wirkt zunächst auch einen gewissen Reiz auf Nele aus, aber Vorsicht…
Tara, Neles Gastschwester, ist ein kleines hinterhältiges Biest. Gutaussehend und zickig, macht sie Nele den Aufenthalt in Australien nicht immer so leicht. Sie begeht einen großen Fehler, den sie bitter bereut.
Sandy, Jakes Exfreundin entspricht auch diesem typischen Klischee aus Barbiepuppe gemischt mit Mietzekätzchen und Terrorzicke. Sie ist der festen Überzeugung das Jake nach wie vor zu ihr gehört.
Emma, Neles sozusagen beste Freundin in Down Under ist eine liebenswerte Person. Sie ist einfach herzlich und direkt und weiß immer einen guten Rat. Auch wenn sie ein wenig pummelig scheint, ist sie ein lebensfroher Mensch, der andere mit ihrem Strahlen ansteckt.

All diese Charaktere spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte und ergeben zusammen eine wunderbar abgerundete Handlung.

Auch die traumhaft schönen Beschreibungen der Umgebung ergeben ein schönes Gesamtbild. Durch die bildlichen Beschreibungen der Kulisse, kann man sich wunderbar in das Land hinein versetzen, dennoch lässt die Autorin auch hier an den richtigen Stellen noch Platz zum Träumen.

Der Titel „Herzklopfen – Down Under“ passt hervorragend zur Geschichte, da es sich hierbei um das reinste Gefühlschaos in jeglicher Hinsicht handelt und in den traumhaften Kulissen Australiens abspielt. Auch die Covergestaltung ist sehr treffend gewählt. Es zeigt ein junges Mädchen mit schüchternen braunen Reh Augen, welches sehr gut auf Nele zutrifft. Im Hintergrund ist die Silhouette eines Surfers zu erkennen, dieser in diesem Falle Jake darstellt.

Auch die innere Gestaltung finde ich sehr ansprechend. Die Geschichte ist in 25 Kapitel unterteil, diese jeweils eine kleine Überschrift tragen, die den Inhalt, was den Leser nun erwartet sehr gut wiedergibt. Zudem ist jedes Mal ein kleiner Surfer abgedruckt, wenn sich ein Perspektivenwechsel des Erzählers ankündigt.

Aber worum geht es in dem Buch?
Die 16-jährige Nele ist für ein Jahr als Austauschschülerin in Australien. Bei einem kleinen Strandspaziergang wird sie urplötzlich von einer Gang aufgegriffen und dumm angemacht. Glücklicherweise kommt ihr Jake, der Surferboy und Mädchenschwarm der High School noch rechtzeitig zur Hilfe und verdreht Nele natürlich auch den Kopf. Eigentlich ist Jake ja auf nichts Ernstes aus und will nur seinen Spaß, aber scheinbar scheint auch Nele ihm nicht mehr aus dem Kopf zu gehen. Das Ganze wäre aber ja auch zu schön und zu einfach, gäbe es da nicht gewisse Neider, die den beiden ihr Glück nicht gönnen und mit aller Macht versuchen die beiden auseinander zu bringen. Neben Jake drängt sich aber auch der geheimnisvolle Chris immer wieder in Neles Gedanken und macht auf sich aufmerksam. Und dann nach ein paar fiesen Intrigen scheint Neles Welt auf einer Party zusammen zu brechen und die Situation gerät außer Kontrolle…

Ich finde die Autorin hat mit dem Handeln ihrer Protagonisten eine authentische Geschichte geschaffen, die die typischen Teenagerprobleme wiederspiegelt. Die Selbstzweifel, dass andere Mädchen viel hübscher und interessanter als man selbst seien, die Eifersucht, der Neid und das dumme Geschwätz, das einem entgegengebracht wird, wenn man mit dem heißesten Typen der Schule zusammen ist. So wie all die kleinen Versuche und fiesen Intrigen, jemanden auseinander zu bringen um selbst eine Chance zu haben.


Fazit:

„Herzklopfen – Down Under“ ist ein Jugendroman, der mit authentischen Charakteren und einer traumhaften Kulisse daher kommt und trotz großer Gefühle auch viel Spannung und Abenteuer verspricht. Absolut empfehlenswert!



Vielen lieben Dank an LovelyBooks und den bookshouse Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar! (Leserunde)

Samstag, 11. Mai 2013

Meine Buchschutzhülle

Yippieh, diese Woche ist meine Buchschutzhülle angekommen! *megafreu*

Sieht sie nicht toll aus?



Meinen herzlichen Dank für diese tolle Buchschutzhülle geht an Nadine von Agathes Bücherwahn, denn sie hat sie genäht!

Nun kann ich meine Bücher überall mit hin nehmen und muss keine Angst mehr haben, dass sie in der Handtasche aufklappen, weil irgendetwas dazwischen rutscht und mir die Seiten verknickt. Auch ist das Cover so ein wenig geschützt...