Mittwoch, 8. Juni 2016

[REZENSION] "Witches - Hexenzirkel" von Pia Hepke

Autorin: Pia Hepke  
Originaltitel: Witches - Hexenzirkel  
Verlag: Amdora Verlag (April 2016)
 
Seitenzahl: 260  
Genre: Fantasy / Jugendbuch
 
e-Book: B01E8KT7T2   / 3,99 € Taschenbuch: 978-3946342328   / 9,98 €
 
Teil einer Reihe? Nein


http://amdora-verlag.de/
http://pia-hepke.jimdo.com/



Inhaltsangabe:

Die junge Hexe Kira ist eher ein Einzelgänger und anderen gegenüber sehr misstrauisch, wohingegen ihre Lebensumstände nicht ganz unschuldig sind. Ihr einziger Freund ist ihr Vertrauter Sergé. Am Internat gehen Gerüchte über das geheimnisvolle Jugendelixier um, zu dessen Herstellung das einmalige Geistelement benötigt wird. Kira soll dieses Element angeblich in sich tragen, weshalb sie schnell ins Visier des Hexenzirkels gerät, diese Kira unbedingt in ihre Gewalt bringen wollen. Für die ewige Jugend sind diese Hexen sogar bereit zu töten und Kiras Abenteuer beginnt, als eine fremde Hexe am Internat auftaucht.


Meine Meinung:

„Witches – Hexenzirkel“ von Pia Hepke ist ein Fantasy-Abenteuer, welches mich persönlich ein wenig an eine Mischung aus „Harry Potter“ und „Magisterium – Der Weg ins Labyrinth“ erinnert. Aber auch an „Lulea und ihre Vertrauten“…

Die Geschichte beginnt mit dem Prolog, die aus Sicht von Kiras Vertrautem, dem kleinen frechen Feuersalamander Sergé, erzählt wird und dem Leser bereits einige wichtige Grundinformationen gibt. Diese werden aber im Verlauf der Geschichte noch einmal aufgegriffen und näher erläutert.

Allerdings weiß ich nicht so Recht, was genau ich von der Geschichte halten soll, da genügend Grundideen (Hexen, Internat, Jugendelixier, Geistelement, mysteriöse Rituale, …) gegeben sind, das Potenzial für mich aber leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Da haben wir zum einen Kira, die Hauptprotagonistin, die sich eher in ihr Schneckenhaus verkriecht und nur schwer jemanden an sich ranlässt. Selbst ihr Vertrauter Sergé musste sich ihr Vertrauen hart erkämpfen. Aber auch heißt es im Klappentext bereits „Vertraue niemandem. Und wem kann Kira noch trauen?“ und dann lässt Kira auf ihrer Flucht alle Vorsichtsmaßnahmen urplötzlich fallen und vertraut einer ihr fremden, sehr sympathisch wirkenden Hexe fast blind?! Diese Wandlung und übereilte Naivität, trotz Sergés Warnungen, passen für mich in dem Zusammenhang irgendwie nicht zusammen. Generell wirkte diese Stelle in Bezug auf weitere Ereignisse zu vorhersehbar, jedoch möchte ich jetzt nicht mehr dazu verraten, da ich sonst zu viel der Geschichte vorweg nehmen würde. Ansonsten hat mir Kiras freche und eigensinnige Art gut gefallen.

Sergé, der kleine Feuersalamander, ist Kiras Vertrauter und einziger Freund. Er hat ein wundervolles Wesen und birgt dennoch seine Geheimnisse!

Die Handlung an und für sich, kam mir hingegen leider auch eher ein wenig aneinander gereiht vor. Erst die Szenen im Internat und dann die überstürzte Flucht ohne genau einen Plan zu haben... bis sich die Ereignisse überschlagen und in einem großen Showdown enden. Bei den anfänglichen Szenen der Flucht hätte ich mir hin und wieder mehr Tiefe gewünscht, vielleicht ein wenig mehr Verwirrspiel mit unerwarteten Wendungen der Geschehnisse, (welches für mich nur einmal stattgefunden hat und mir persönlich zu offensichtlich war). Das Spannungslevel war mir zu gradlinig und die Flucht trotz der Ereignisse ein wenig zu langatmig. Womöglich habe ich aber auch vielmehr einen Kampf  innerhalb der Hexen zwischen Gut und Böse erwartet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und der aktuellen Jugendsprache entsprechend, wodurch sich die Geschichte schnell und leicht lesen lässt. Lediglich die Ausdrucksweise im Prolog hat mich zu Beginn ein wenig verwirrt und nachdenklich gestimmt, denn ein „grins“ hätte ich eher in einer Art Chatverlauf vermutet, anstatt in einem Text, der die Emotionen ausdrücken soll. Allerdings kam dies wirklich nur im Prolog vor.


Fazit:

„Witches – Hexenzirkel“ ist ein seichter Fantasy-Roman in flüssiger, jugendlicher Sprache. Leider wurde das vorhandene Potenzial nicht vollständig umgesetzt. Hier und da hätte die Geschichte ein wenig mehr Spannung, sowie Höhen und Tiefen vertragen können. Erst zum Ende hin erreicht sie ein Level bei dem es wirklich spannend und lesenswert wird!



2 von 5 Elche


Vielen lieben Dank an den Amdora Verlag und die Agentur "Spread and Read"
für das bereitgestellte Rezensionsexemplar, welches ich ihm Rahmen
einer Blogtour erhalten habe!

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