Blog-Award "Best Blog"

Elchi | Dienstag, 26. Februar 2013 | 7 Kommentare
Hui, da geht man nichts ahnend online, nachdem man mit dem Hund draussen im Kalten dickeingemummelt spazieren war und fröstelt noch leicht, öffnet seine Mails und schwuppdiewupp bekommt man ein Megagrinsen ins Gesicht gezaubert und es wird einem gleich wärmer...

...denn die liebe Sheena von The Bookdealer and more hat mir nun bereits zum 2. Mal einen Award verliehen! Es handelt sich hierbei um den "Best Blog - Award". Dies ist nun mein 3. Blog-Award und ich bin total überrascht und freue mich so sehr darüber!
VIELEN LIEBEN DANK!!! *Drück Dich ganz doll*

Hier ist er und sieht auch einfach total niedlich aus, oder?




Worum geht es?

Blogger suchen sich zwanzig Blogs aus, die unter zweihundert Follower haben, und die ihnen gefallen. Wenn man nominiert wurde, muss man das Bild in einem Post veröffentlichen und die unten stehenden Fragen beantworten und sich eben zwanzig Blogs aussuchen, die man dann nominiert.


Die Fragen: 

1. Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte?

Mmh, eigentlich lieber deftige Gerichte, da ich nicht so au Süsses stehe, ab und an mal süss, aber lieber lecker Parmaschinken mit Melone als Nachtisch, ist ja auch wieder deftig :)

2. Was ist dir wichtiger bei einer Person: die Persönlichkeit oder die Erscheinung?

Die Persönlichkeit! Was bringt es einem supertoll auszusehen, wenn die Persönlichkeit nicht stimmt und man mit jedem nur anecken würde???

3. Wann hast du den Blog gegründet?

Am 29. September 2012 habe ich angefangen ihn zu erstellen und den ersten Post obligatorisch veröffentlicht, richtig zu Posten angefangen habe ich ab Anfang Oktober.

4. Welche Person hat dich bisher inspiriert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen?

Meine Eltern. Da sie immer für mich da sind, egal wie schwierig es manchmal ist und wie oft ich schon den Kopf in den Sand stecken wollte, vor Allem die letzte Zeit wegen meiner Nierenerkrankungen, aber das Leben geht weiter! Aus diesem Grund habe ich den Blog gegründet...

5. Verfolgst du viele Blogs?

Ja, es sind mittlerweile doch so einige und es werden immer mehr!

6. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich lieber bekochen?

Wenn ich koche, dann lieber richtig und auch ausgefallen, probiere dann gerne auch mal so allerlei aus, aber so Alltägliches ist mir dann doch irgendwie zu langweilig, auch wenn ich es gern esse.

7. Welches Buch liest du momentan?

Werde später noch die letzten Seiten von "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Mara Andeck beenden. Anschließend liegt schon eine Leseliste vor, die abgearbeitet werden möchte :) (Darauf befinden sich z. B. gerade als nächstes "Rockoholic", "Das Haus am Abgrund" und "Das Labyrinth erwacht"...)

8. Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Schrank überlebt?

Ohweia, das sind so einige... Habe noch einige schöne Oberteile im Schrank, die ich nach wie vor gerne anziehe, die mittlerweile bestimmt 7 Jahre alt sind, ebenso manche Schuhe. Ich gehe sehr vorsichtig mit meinen Sachen um! Aber mein Kleiderschrank ist am platzen *lol*

9. Was ist dein Lieblingsrezept?

Jasmin-Thai-Reis mit in Olivenöl gedünsteten Karotten- und Zucchinistreifen, sowie Cocktailtomaten. Oder Reis mit gebratenen frischen Champignongs in Rührei mit Schnittlauch.

10. Welche Eigenschaften einer Person, sind dir in einer Freundschaft wichtig?

Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Respekt, ein offenes Ohr zu haben, Hilfsbereitschaft

11. Was ist dein Lieblingsfilm?

Sind eher mehrere, je nach Laune: Center Stage, Honey, Save the Last Dance, Tim Burton's Alice im Wunderland, Tintenherz, Der Teufel trägt Prada


Ich vergebe den Award an:

Creativity First
Anis Buchsessel
MagicAllyPrincess
Johannisbeerchens Bücherblog
Agathes Bücherwahn
Fairy-book
MissPQ
Seitenteich
Kate Sunday






[Rezension] "Breathe - Gefangen unter Glas" von Sarah Crossan

Elchi | Sonntag, 24. Februar 2013 | Kommentieren
Autorin: Sarah Crossan
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (März 2013)
Genre: Jugendbuch / Dystopie
Originaltitel: Breathe
deutscher Titel: Breathe - Gefangen unter Glas
vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
ISBN-10: 3423760699
ISBN-13: 978-3423760690
Preis: 16,95 €
ebook: 14,99 €

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil einer Reihe

http://www.dtv.de




Inhaltsangabe: (Quelle: Verlagsseite)

Atme, solange du noch kannst

Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot.Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:

Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von »Breathe« kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt...

Quinn, will als Sohn eines ranghohen »Breathe«-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft...

Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf...

Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles.



Meine Meinung:

„Breathe – Gefangen unter Glas“ von Sarah Crossan ist der erste Band und ein grandioser Auftakt einer neuen dystopischen Dilogie. In spannungsgeladener Action entführt uns die Autorin in eine Welt ohne ausreichend Sauerstoff, die für mich in diesen Ausmaßen undenkbar wäre und konfrontiert uns mit den wichtigen Themen des „Umweltschutzes“ und  den „Erhalt natürlicher Ressourcen“.  

Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, ist der Schreibstil locker und leicht verständlich zudem ist er dem jugendlichen Slang angepasst. Die Erzählperspektive wird abwechselnd aus der Sicht des jeweiligen Hauptprotagonisten in der Form des Ich-Erzählers geschildert. Durch diese Sichtweise bekommen wir als Leser die Gedanken der erzählenden Person aus nächster Nähe mit und können uns leichter mit ihm / ihr identifizieren. Die einzelnen Erzählabschnitte der betreffenden Personen sind dabei relativ kurz. Dieser ständige Wechsel verleiht der Geschichte einen ungeheuren Ausdruck an Dynamik und steigert die Spannung ungemein. Im Allgemeinen wurde die Geschichte im ersten Band in fünf Teile untergliedert.

Zum Aufbau der Handlung ist es so, dass wir als Leser uns gleich mitten im Geschehen befinden und direkt in die Geschichte hineingeworfen werden. Hierzu ein Zitat und gleichzeitig der erste Satz, der mich sofort gefesselt hat. „Atmen ist ein Grundrecht, kein Privileg.“ (Seite 11). Wir befinden uns direkt bei der Straftat der Rebellin Alina, wie sie im Biotop der Kuppel Pflanzensetzlinge stiehlt, um diese außerhalb der Kuppel im Ödland bei dem Versteck der Rebellen im Rebellenhain neu anzupflanzen um neues Leben zu erschaffen. Anschließend lernen wir das Leben innerhalb der Glaskuppel aus 2 unterschiedlichen Sichten kennen. Einmal aus der Sicht der Hauptprotagonistin Bea, einer Second und dann aus der Sicht des Hauptprotagonisten Quinn, ein Premiumbürger. Wir erfahren, dass es zwei Gesellschaftsschichten gibt. Die Premiums stellen die obere Schicht der reichen und privilegierten Bewohner der Kuppel dar. Sie können sich zusätzlichen „besseren“ Sauerstoff leisten, dadurch auch Sport treiben und echte im Boden gewachsene Nahrungsmittel kaufen. Die Seconds hingegen stellen die Unterschicht der Arbeiterklasse dar. Ihr Sauerstoffverbrauch wird genauestens bemessen, so dass sie es sich nicht leisten können Gäste nach Hause einzuladen oder ihre Babys normal durch die Wohnung krabbeln zu lassen (sie müssen angebunden werden), da dies ein erhöhter Sauerstoffverbrauch bedeuten würde auf diesen eine Sauerstoff-Steuernachzahlung aufgerechnet wird. Auch sind sie gezwungen sich von synthetischem mit Vitaminen angereichertem Brot und Joghurt aus künstlichen Früchten zu ernähren.

Nach und nach erfahren wir im Verlauf der Handlung wie es zu diesem heutigen Leben kam. Durch die Zerstörung der Natur durch die Menschen, die unüberlegt zahlreiche Bäume und Pflanzen gerodet haben, sank der Sauerstoffgehalt der Luft auf 4 % und die Weltbevölkerung hat sich nach diesem Switch um 99,5 % vermindert. Das Überleben der restlichen 0,5 % konnte nur mittels Sauerstoffmasken mit Sauerstoffflaschen gesichert werden, solange bis die Kuppel erbaut wurde. Seitdem spielt sich das Leben in der Kuppel ab und wird durch geheime Intrigen des Ministeriums so dargestellt, dass ein Leben außerhalb der Kuppel ohne Sauerstoffgeräte nicht möglich sei.

Die Spannung erlebt ab und an eine kleine Steigerung durch unvorhersehbare Wendungen der Geschehnisse und den auftretenden sich von selbst klärenden Intrigen, die einem beim Lesen nach und nach wie Schuppen vor die Augen fallen und einen zutiefst empören. Man fragt sich wie jemand so etwas hundsgemeines überhaupt verantworten kann...

Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sarah Crossan das Leben in der Kuppel und das umstehende Ödland, so dass man sich mit Leichtigkeit ein eigenes Bild davon erstellen kann. Auch die Charaktere sind vielseitig und jeder für sich ist sehr facettenreich gestaltet. So haben wir Quinn, den Hauptprotagonisten, Sohn eines ranghohen „Breathe“-Direktors mit ungeheurer Macht auf die Gesellschaft. Er ist ein sympathischer Kerl, der bisher unbeschwert sein Leben genießen konnte und seinem Vater unbedingt beweisen möchte, dass er etwas aus eigener Kraft erreichen kann. Bea hingegen ist als Second in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und hatte es nie leicht im Leben. Sie ist liebenswert, intelligent und sehr aufgeweckt. Ihre Stärke liegt in ihrem Mut und der Zuversicht in den Menschen etwas Gutes zu sehen und es durch ihre liebevolle Art und große Geduld zum Vorschein zu bringen. Sie ist seit Jahren in Quinn verliebt, ihren besten Freund, dieser sie jedoch nur als beste Freundin auf dem Schirm hat, sie dafür aber völlig gleichwertig behandelt und sich nicht wie etwas Besseres aufführt. Alina scheint zu Beginn ein wenig zwielichtig zu sein. Sie wirkt kühl und berechnend und hat nur eine Mission – sie kämpft für ein neues Leben außerhalb der Kuppel. Nach und nach scheint ihre äußere harte Fassade aber zu bröckeln und auch bei ihr kommen tiefe innere Gefühle zum Vorschein, weshalb sie ein ganz besonderer Charakter der Geschichte ist.

Aber was passiert eigentlich in der Geschichte? Quinn und Bea haben einen gemeinsamen Ausflug ins Ödland geplant, wobei Alina wie aus dem Nichts auftaucht und sich geschickt bei Quinn einschleimt, wodurch Quinn und Bea Alina an der Grenzüberwachung helfen aus der Kuppel zu entkommen. Nun erfahren sie die Wahrheit über Alina, dass sie für die Rebellen arbeitet und dass das Leben in der Kuppel alles nur Lug und Betrug ist. Eine spannungsgeladene, abenteuerliche Reise mit vielen lauernden Gefahren und so manch unangenehmen Wahrheiten beginnt. Da ich euch an dieser Stelle aber nicht zu viel vornweg nehmen möchte, belasse ich es bei dieser Aussage, da ich euch sonst um so manch spannende Momente bringen müsste, was ich natürlich nicht möchte…

Ich kann nur sagen, dass mir das Ende des ersten Bandes sehr gut gefallen hat, da dieser nochmal eine kleine Wendung in sich beinhaltet, es keine fiesen Cliffhanger gibt, da das Ende relativ offen gehalten wurde, aber dennoch auf einen Folgeband vermuten lässt.

Der Titel „Breathe – Gefangen unter Glas“ passt hervorragend zur Geschichte und spiegelt sich in ihr eindeutig wieder. Auch die Covergestaltung ist treffend gewählt. Es ist in zwei Hälften aufgeteilt, diese das Leben in und außerhalb der Kuppel präsentieren. Auf der einen Seite sehen wir einen jungen Mann (womöglich Quinn, als Premiumbürger), der in dem gelblichen künstlichen Licht innerhalb der Kuppel steht und auf der anderen Seite außerhalb der Kuppel steht ein junges Mädchen (womöglich Alina, die Rebellin) in natürlichem bläulichem Licht und es fällt Schnee. Ganz zart zu erkennen ist, wie kleine Atemwölkchen vor ihrem Mund in die Luft aufsteigen. Auch die Buchstaben der Hauptüberschrift des Titels „Breathe“ wirken durch die spezielle Darstellung direkt kühl und abweisend, da sie wie große Eisblöcke dastehen, von denen eine ungeheure Kälte ausgeht.


Fazit:

Ein Buch das an seine Leser appelliert sich Gedanken über unser Verhalten und unserer Beziehung zur Natur und ihrer wertvollen Ressourcen zu machen, liebevoll verpackt in einem spannungsgeladenen ersten Band, der den grandiosen Auftakt einer neuen dystopischen Dilogie darstellt.




Buchtrailer:



Vielen lieben Dank an den Deutschen Taschenbuch Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

[REZENSION] "Dance of Shadows - Tanz der Dämonen" von Yelena Black

Elchi | Dienstag, 19. Februar 2013 | 14 Kommentare

Autorin: Yelena Black
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: bloomoon (Februar 2013)
Genre: Jugendbuch / Fantasy / Mystery / Thriller
Originaltitel: Dance of Shadows
deutscher Titel: Dance of Shadows - Tanz der Dämonen
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
ISBN-10: 3760799140
ISBN-13: 978-3760799148
Preis: 17,99 €
ebook: 15,99 €

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil
(Dance of Shadows #1)

http://www.bloomoon-verlag.de/





Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Die richtigen Schritte mit dem richtigen Tänzer können eine gefährliche Wirkung haben...

"Tanze dein Leben" lautet das Motto an der New Yorker Ballettakademie. Doch wie soll Vanessa sich ausgerechnet an dem Ort auf ihre Karriere als Primaballerina konzentrieren, an dem ihre Schwester vor drei Jahren spurlos verschwand? Gemeinsam mit ihren Freunden Steffie, Blaine und TJ versucht Vanessa, dem Rätsel auf die Spur zu kommen, und gerät dabei in immer größere Gefahr. Denn beim Tanzen mit ihrem geheimnisvollen Partner ergreift etwas Dämonisches von ihr Besitz. Vanessa muss um ihr Leben tanzen...



Meine Meinung:

„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ von Yelena Black ist der erste Band einer neuen Trilogie und ein grandioser Auftakt noch dazu. Das Jugendbuch ist eine gelungene Mischung aus Fantasy, Mystery und Thriller, wobei die Romantik im Hintergrund steht. Sehr schön thematisiert werden die „Leidenschaft zum Tanzen“, so wie die „Willensstärke und das Durchhaltevermögen“, wenn auch immer wieder Zweifel bestehen. Auch der unvermeidliche „Leistungsdruck und Konkurrenzkampf“, der an solchen Akademien herrscht, kommt in diesem Buch sehr gut zum Vorschein.

Der Schreibstil ist locker und leicht verständlich, auch durch die örtlichen Beschreibungen, kann man sich als Leser die aktuelle Umgebung sehr gut vorstellen, unterstrichen und verbildlicht wird dies speziell bei den Beschreibungen der einzelnen Tanzschritte. An dieser Stelle wäre es u.a. wünschenswert gewesen die einzelnen Schrittfolgen in einem Anhang zu erläutern, da nicht jeder im Bereich „Ballett“ fachkundig ist und die Schritte zuordnen kann. Dennoch empfand ich es nicht als störend und hatte ein herrliches Bühnenbild vor Augen. Die Erzählperspektive wird dabei aus der Sicht des personalen Erzählers geschildert, wodurch wir als Leser das Geschehen nur durch die Augen des aktuellen Protagonisten erleben. Der Aufbau der Handlung hat mir persönlich auch sehr gut gefallen. Er entspricht dem wahren Leben. Zuerst erhalten wir Fakten und werden vor die aktuellen Tatsachen gestellt – Wieso? Weshalb? Warum? – d. h. wir erfahren, den Grund warum Vanessa an die New Yorker Ballettakademie kommt. Anschließend im Laufe der Handlung, verstrickt sich der Plot ein wenig und es wird ein wenig verworren. Wir erhalten stückchenweise einzelne Puzzlestücke über die Hintergrundinformationen „Warum Vanessas Schwester Margaret vor 3 Jahren spurlos verschwunden sein könnte?“ und auch dem natürlichen Lauf des eigenen Lebens Vanessas an der Akademie. So scheint der wahre Grund weshalb sie auf die Akademie gekommen ist ein wenig in  Vergessenheit geraten, da wir nun mehr über ihre Trainingsstunden und ihre nicht ganz ersichtliche Beziehung zu dem Mädchenschwarm Zeppelin (genannt Zep) erfahren. Jedoch ist es nicht so, dass die Spannung nachlässt; die gegeben Tatsachen sind lediglich ein wenig geheimnisvoll und verstrickt dargestellt, so dass sich jedoch zum Ende alles nach und nach zusammen fügt und die einzelnen Teile ein gemeinsames Puzzlebild ergeben. Dies passt meiner Meinung nach auch hervorragend auf das dämonisch mystische Geschehen, das sich im Hintergrund der Akademie abspielt.

Bei der Beschreibung der Charaktere ist zu bedenken, dass Vanessa und ihre Freunde typische Teenager im Alter von 15 / 16 Jahren sind, diese es geschafft haben an einer Eliteschule für Ballett, der „New Yorker Ballettakademie“ aufgenommen worden zu sein. Daher setzte ich ein diszipliniertes Verhalten und eine ausgeprägte Willenskraft voraus. Allerdings scheint mir Vanessa trotz dieser Eigenschaften auch ein wenig naiv, allein dass sie angeblich nur an der Schule ist um ihre verschwundene Schwester zu finden, da sie nicht daran glaubt, dass diese ohne ein Wort zu sagen einfach abhauen würde und sich nicht meldet.  Vanessa das Tanzen allerdings so leicht fällt und ihr scheinbar alles nur so zufliegt. Aber auch hinsichtlich ihrer Gefühle für Zep, scheint sie eine rosarote Brille auf zu haben und sich in einer eigenen Traumwelt zu befinden. Dass man nicht so viele Details über ihre neuen Freunde Steffi, TJ, Ellie und Blaine erfährt, hat mich jetzt nicht sonderlich gestört, da sie nur Nebencharaktere sind, wobei man hier auch ein wenig mehr Tiefe hätte einbringen können. Besser dargestellt fand ich dagegen Zep und Justin, die beide eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn man meint zu beiden keine wirkliche Verbindung aufbauen zu können, da sie doch auch geheimnisvoll und undurchschaubar wirken, so klärt sich dieses Verhalten am Ende auf und ich finde es sehr treffend gewählt. Auch der Choreograph Joseph und die Tanzlehrerin Hilda sind gelungene Charaktere, die mit ihrer strengen und direkten Art dem typischen Klischee eines Ballettlehrers entsprechen und ihre Geheimnisse bergen.

Das Ende der Geschichte finde ich hervorragend gewählt – es deutet offensichtlich auf einen Folgeband hin, dennoch ist die Geschichte in sich abgeschlossen. Und wer richtiges Ballett kennt, weiß, dass er bei einem Ballettstück nicht immer ein Happy End im Sinne von Friede, Freude Eierkuchen erwarten kann, sondern viele Ballettstücke Dramen sind. Für Ballettfans, sowie sonstige Tanzbegeisterte ein absolutes Muss-Read, andere könnten sich mit der Interpretation und des richtigen Ausdrucks beim Tanz ein wenig schwer tun.

Der Titel „Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ passt perfekt zur Geschichte, da er das wesentliche ausdrückt. Vor Allem aber sollte die Covergestaltung nicht unerwähnt bleiben, denn diese ist ein wahrer Traum. Es zeigt die Protagonistin Vanessa, mit ihren roten langen Haaren und einem roten mit roten Rosenblättern besetztem Kleid, diese sich langsam lösen und in die Luft aufsteigen. Ihr Ausdruck ist die reinste Leidenschaft und die Hingabe zum Tanz, genauso wie es im Buch beschrieben wird und sie sich zum Ende „im Tanzen verliert“. Auch der rauchige Hintergrund und der vom Boden aufsteigende Nebel, mit der tiefen Schwärze am oberen Coverrand, reflektieren sehr schön den Schlusstanz der Geschichte wieder. Eben wirklich ein „Danse du feu“! Passend dazu in feurig irisierendem Rot der Titelaufdruck „Dance of Shadows“, der den Gesamteindruck komplettiert.

Um noch kurz den Inhalt der Geschichte wieder zu geben… Vanessa hat es geschafft, sie wurde an der New Yorker Ballettakademie angenommen – der Traum vieler junger Mädchen. Jedoch scheint es Vanessa zu Beginn der Geschichte ein wenig an der wahren Leidenschaft zum Tanzen zu fehlen, da sie immer wieder sagt, ihr wahrer Grund, weshalb sie hier sei, ist es herauszufinden, was mit ihrer Schwester vor 3 Jahren geschehen ist. Sie glaubt nicht daran, dass Margaret einfach so davonläuft und sich nicht mehr meldet. Wie das Schicksal es will, verliebt sich Vanessa dann auch gleich in den Mädchenschwarm Zeppelin, diesen jedoch ein Geheimnis umgibt. Und auch die Hauptrolle im Stück des Feuervogels scheint ihr quasi nur so zuzufliegen, allerdings ist dies auch genau das Stück, in dem ihre Schwester hätte die Hauptrolle spielen sollen. Nach und nach öffnen sich Türen und so manch düstere Geheimnisse kommen zum Vorschein.


Fazit:

Eine fantastische Geschichte um die Leidenschaft des Tanzes, aber auch die Schattenseiten des harten Leistungsdruck und des Konkurrenzkampfes eingebettet in einen mystischen Thriller, dessen dunkle Geheimnisse es zu entdecken gilt.



Buchtrailer:


Blog-Award "The Versatile Blogger Award"

Elchi | Mittwoch, 13. Februar 2013 | 3 Kommentare
Da will man nur mal schnell nach seinen Mails schauen und einen Blick auf den Blog werfen um zu sehen, ob sich was getan hat und schwupp-die-wupp, blinkt da ein ganz lieber Kommentar mit einer wundervollen Überraschung im Gästebuch auf...

Da hat mir doch jemand einen neuen Award verliehen *freu* Und zwar handelt es sich hierbei um den "Versatile Blogger Award", der quasi für die Vielseitigkeit eines Blogs verliehen wird.
(versatile = vielseitig / wandlungsfähig)

Verliehen bekommen habe ich ihn von der lieben Kora von Creativity First! - Vielen lieben Dank dafür, freue mich sehr darüber und drück dich ganz dolle!

Hier ist er:




Ich möchte anderen Bloggern natürlich auch eine Freude machen und den Award nun an bis zu 5 weiteren Bloggern, deren Blog mir durch ihre besondere Vielseitigkeit und Liebe zum Detail aufgefallen ist, weiter auszeichnen; diese dabei bisher weniger als 200 Leser (Follower) haben.

Ich verleihe den "Versatile Blogger Award" an:






[REZENSION] "Im Herzen die Rache" von Elizabeth Miles

Elchi | Sonntag, 10. Februar 2013 | 4 Kommentare
Autorin: Elizabeth Miles
Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (Januar 2013)
Genre: Jugendbuch/ Fantasy / Mystery
Originaltitel: Fury
deutscher Titel: Im Herzen die Rache
vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
ISBN-10: 3785573774
ISBN-13: 978-3785573778
Preis: 17,95 €

Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil
(Fury #1)

http://www.loewe-verlag.de/




 
Inhaltsangabe: (Quelle: Klappentext)

Aller bösen Dinge sind drei.

Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen.


Meine Meinung:

„Im Herzen die Rache“ von Elizabeth Miles ist der erste Band einer Trilogie über das wahre Leben vor und hinter den Fassaden einzelner Menschen.

Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt ist der Schreibstil der Autorin recht einfach und dem jugendlichen Slang angepasst. Die Erzählperspektive ist aus der Sicht des personalen Erzählers geschildert, wodurch wir das Geschehen immer aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt bekommen und uns als Leser somit besser mit ihr / ihm identifizieren können, da wir dessen Gefühle live miterleben. Der Aufbau des Buches ist in 3 Akte mit einzelnen Kapiteln eingeteilt. Wobei der erste Akt hauptsächlich die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Charaktere und deren Beziehungen zueinander beinhaltet, was zu Beginn der Geschichte sehr langatmig und ein wenig langweilig wirkt , aber um den weiteren Handlungen folgen zu können leider notwendig erscheint. So verläuft der zweite Akt schon ein wenig interessanter; auch wenn sich das Leben der Teenager nur um allerlei Partys und das perfekte äußere Erscheinungsbild zu drehen scheint, wobei die (wichtigen) inneren Werte vorerst scheinbar keine zu große Rolle spielen. Ca. ab Mitte des zweiten Aktes als die Handlungen sich ineinander verstricken und neue Perspektiven (hinsichtlich auf Wahrnehmungen) eröffnen, schafft es die Autorin eine kontinuierliche Spannung bis zum Schluss und darüber hinaus aufzubauen. Der 3. Akt war dann so spannungsgeladen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und ich mir wünschte, dass es bereits von Anfang an so gewesen wäre. (Daher für die langwierige, teils langweilige Ausführung des Beginns einen dicken fetten Minuspunkt, da sich diese doch nicht unwichtigen Informationen mit Sicherheit auch anders hätten in die Handlung einfügen lassen). Warum aber hält sich die Spannung über das Ende hinaus? Ganz einfach, da das Ende offen gehalten ist und schon auf die Fortsetzung hindeutet. Besonders gut gefallen haben mir die örtlichen Beschreibungen, so dass ich mir die Umgebung gut vorstellen konnte und die winterliche Stimmung passt hervorragend zu der eigentlichen Botschaft der Geschichte, wodurch es an manchen Stellen eine extrem düstere Atmosphäre erzeugt und mir durch das leichte gruseln eine Gänsehaut beschaffen hat.

Die Beschreibung der Charaktere ist sehr vielseitig gewählt und ich muss leider sagen, dass mir da oftmals ein wenig der Tiefgang gefehlt hat. Die Protagonisten kamen mir doch sehr oberflächlich vor. Wie gesagt… es handelt sich um typisch pubertierende Teenager, deren Gedanken sich nur um Partys und Beliebtheit beschränken, wodurch ein gewisser Neid entsteht und durch den entstehenden Gruppenzwang, einzelne Personen, diese dieser „aktuellen Norm“ nicht entsprechen, dementsprechend gemobbt werden. Erst bei näherem Hinschauen kann man bei einzelnen Personen tiefere Gefühle wahrnehmen. So auch die beiden Hauptprotagonisten Emily (kurz: Em) und Chase. Emily scheint in meinen Augen zu Beginn ein wenig im Schatten ihrer besten Freundin Gabby zu stehen und wie ihr Schatten zu sein. Vor Allem aber was die Liebe angeht. Denn Em ist in den Freund ihrer besten Freundin verliebt und der Meinung, dass Gabby, Zach ausnahmsweise nicht verdient habe. Auch bildet sie sich gleich auf die noch so kleinste Geste seiner Seite aus ein, er könnte genauso fühlen wie sie. Daher ist das Gefühlschaos perfekt als Gabby in den Ferien verreist und Em bittet ein Auge auf Zach zu werfen. Chase, der männliche Hauptprotagonist der Geschichte hingegen, hat sich seine Anerkennung hart erkämpft, da er ganz offensichtlich nicht der Norm entspricht und eigentlich in ärmlichen Verhältnissen lebt, diese er vor den Blicken anderer so gut es geht meiden will zu zeigen. Er ist der Kapitän der Footballmannschaft und darf sich keine Fehler erlauben, dadurch erscheint er zu Beginn sehr oberflächlich und wirkt arrogant. Und dann sind da noch diese 3 außergewöhnlichen, merkwürdigen und wunderschönen Mädchen, diese jedoch ein kleines Geheimnis bergen. Was dies ist und warum sie in Ascension aufgetaucht sind, müsst ihr selbst herausfinden, denn sonst würde ich euch jegliche Spannung nehmen und das wäre echt Schade. Aber die Beschreibung ihrer rachsüchtigen und geheimnisvollen Charaktere finde ich persönlich doch gelungen, wenn auch ihr Handeln ein wenig unmoralisch erscheint.

Die Covergestaltung im gesamten ist einfach wunderschön. Der Schutzumschlag ist am Banner und an der Schrift, sowie den Orchideen geprägt. Die Orchideen erhalten im Übrigen auch eine tiefere Bedeutung! Die abgebildete jüngere Frau wirkt durch ihren Gesichtsausdruck und ihrer leicht abweisenden Haltung sehr geheimnisvoll, die stark abgenutzte, teils abgekratzte, zerfallene Tapete, strahlt zusätzlich eine besondere Kälte aus. Der Titel „Im Herzen die Rache“ ist treffend gewählt, da er die Geschichte gelungen wiederspiegelt.

Wie bereits oben erwähnt ist das Leben der Ascension Teenager von Partys, dem Drang unbedingt dazuzugehören, sowie dem daraus entstehendem Neid und dem Ausgrenzen derjenigen, die es eben nicht schaffen, bestimmt. Jeder von ihnen hat in seinem Leben schon mal etwas begangen, was er bereut hat, was jedoch auch schnell wieder in Vergessenheit geraten ist. Als jedoch 3 geheimnisvolle Mädchen in Ascension auftauchen, scheint das Leben dort nicht mehr so still und „unbeschwert“ zu sein und unverständliche Vorfälle fangen an sich auf mysteriöse Weise zu häufen…

Durch das unerwartete offene Ende und dank der im 3. Akt durchgehend bestehenden Spannung, konnte mich das Buch insofern überzeugen, dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weiter verläuft und was noch alles passieren wird. In der Hoffnung, dass die Folgebände genauso spannend weiter gehen, wie der erste Band geendet hat. Die Denkanstöße, an die die Autorin dabei bei ihren Lesern appelliert hat, sind dabei nicht außer Acht zu lassen und jeder sollte mal über sein eigenes Handeln nachdenken, so mal man es auf so viele verschiedene Lebenssituationen beziehen kann.


Fazit:

Ein Buch, das bei genauerem Hinschauen an seine Leser appelliert sich Gedanken über sein eigenes Handeln zu machen, eingepackt in eine geheimnisvolle, teils schauerliche Geschichte, diese einen mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Zu Beginn ein wenig langatmig und langweilig und zum Ende hin grandios.




Buchtrailer:



Vielen lieben Dank an KiBuLo und den Loewe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Wichtiger Hinweis auf Impressum

Elchi | Mittwoch, 6. Februar 2013 | 2 Kommentare
Oh, da bin ich doch eben beim Stöbern in Facebook auf einen interessanten Artikel gestolpert, den jemand anderes geteilt hat und da ich ihn euch nicht vorenthalten möchte, somal ja immer wieder Diskussionen dazu rum gehen, stelle ich ihn euch hier mal vor:

Was ja mittlerweile allseits bekannt ist, dass ein Blog wie eine Homepage gehandelt wird und ein Impressum vorzuweisen hat, aber was die ganze Zeit über noch im Unklaren war ist, wie verhält es sich mit Facebook-Seiten? Ist es wichtig auf der Facebook-Seite ein Impressum angegeben zu haben oder nicht?

Nun bin ich natürlich kein Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler oder sonstiges dergleichen und blicke oftmals bei zuvielen Paragraphen nur leicht verwirrt durch, aber da jeder von uns seine Facebook-Seite ja anderster betreibt, solltet ihr euch diesen Artikel vorsichtshalber mal durchlesen:


Es geht um Abmahnungen von Facebook-Seiten wegen fehlendem Impressum!

http://allfacebook.de/news/impressumsfehler-auf-fanseiten-massenabmahner-siegen-vor-gericht/

Bei dem Nachfolgenden Link, erklärt euch ein Rechtsanwalt wie ihr einer (womöglich missverständlichen, aber sicherlich ungewollten) Abmahnung vorbeugen könnt. (Natürlich auch wieder nur, wenn das Impressum leicht zu findne ist und inhaltlich korrekt!)

http://allfacebook.de/policy/abmahnwelle-wegen-impressumsfehlern-sichern-sie-ihre-fanseite-in-5-min/


Auch solltet ihr unbedingt darauf achten, sofern ihr Facebook-Like-Buttons auf eurem Blog / Homepage verwendet, dafür eine extra Klausel, die dieses Nutzen und Teilen von Beiträgen mit einfasst, in eurem Impressum stehen zu haben!


Ich hoffe diese beiden Artikel konnten euch ein wenig weiterhelfen und hoffentlich nicht ganz so verwirren!


[REZENSION] "Ticket ins Glück" von Elke Becker

Elchi | Sonntag, 3. Februar 2013 | 4 Kommentare

Autorin: Elke Becker
geschätzte Seitenzahl: 247 Seiten
Genre: Chick-Lit / Roman
Originaltitel: Ticket ins Glück
Veröffentlichung: Januar 2013
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 483 KB
Amazon:  ASIN: B00AYE0TXK
ebook: 2,99 €

Teil einer Reihe? Nein

http://elke-becker.com/






Inhatlsangabe: (Quelle: Amazon)

Als Alexandra ihren neuen Job verliert, ist es für ihren Verlobten Tom ein Wink des Schicksals, endlich zu heiraten und Nachwuchs in die Welt setzen. Windelwechseln und Babygeschrei passt jedoch so gar nicht in Alex' momentane Lebensplanung. Zu lange hat sie hinter Toms Karriere zurückgestanden und ihre eigenen Wünsche aus den Augen verloren.
Nach einem heftigen Streit fasst sie den verrückten Entschluss, für ein Jahr auszusteigen. In der Dominikanischen Republik will sie ihre Abenteuerlust ausleben und herausfinden, was sie sich selbst vom Leben erhofft, ob Tom tatsächlich ihr Mr. Right oder doch eher Mr. Wrong ist und wie es überhaupt weitergehen soll.
Während alle versuchen Alex von ihrem Entschluss abzubringen, entschließt sich Alex' Schwester Sabina kurzerhand mitzukommen, um ihrem chaotischen Liebesleben zu entfliehen.
Kaum sind die Schwestern angekommen, steht Alex wegen eines Missverständnisses ohne Job da. Schnell wird ihr klar, dass ein Leben unter der karibischen Sonne nicht nur tropische Cocktails, Salsa, Strand und Meer bedeutet. Als Alex kurz darauf auch noch bemerkt, dass sie schwanger ist, wird ihr Leben vollends auf den Kopf gestellt.


Meine Meinung:

 „Ticket ins Glück“ von Elke Becker ist ein typischer Chick-Lit Roman über das chaotische Leben zweier jungen Frauen und ihren Beziehungsproblemen mit einem besonderen Touch karibischen Flairs.

Mit viel Charme und Humor und einem locker flockigem Schreibstil nimmt uns die Autorin mit auf die abenteuerliche Reise der Selbstfindung ihrer Protagonisten auf den Inselstaat der Dominikanischen Republik. Durch ihre detaillierten und sehr bildhaften Beschreibungen lässt sie den Leser Teil der Reise werden, als befinde er sich direkt am Schauplatz. Besonders gelungen finde ich, dass die Autorin den Staat nicht nur aus Sicht vieler Touristen als sonnig und heiter darstellt, sondern auch tiefere Einblicke in das Leben dort gibt. Sie konfrontiert uns fast beiläufig mit den Unterschieden der Zivilisation in Deutschland und der Zivilisation in der Dominikanischen Republik. Durch die vielen Missgeschicke, die den Protagonisten dort wiederfahren, erhalten wir einen wunderbaren Einblick in das Leben zwischen Arm und Reich, welches teils, trotz, dass man dies schon oft in Berichten aus Zeitungen oder Fernsehen gelesen oder gesehen hat einen ganz schön Schockieren können, da man sich manche Lebensbedingungen gar nicht so vorstellen kann (oder es vielleicht auch nicht wollen, da wir einfach viel zu verwöhnt sind).

Auch die Beschreibung der Charaktere ist sehr vielseitig und sehr liebevoll gestaltet. Sie wirken durch ihre Stärken und Schwächen sehr authentisch, so dass man sie relativ schnell in sein Herz schließt. Die Hauptprotagonistin Alexandra hat eine wunderbar offene und ehrliche Art an sich, wodurch sie auch schnell neue Kontakte knüpft. Zu Beginn der Geschichte schien sie sich immer ein wenig zurück genommen zu haben, was sich jedoch im Verlauf der Handlungen ändert, da sie ja in die Dominikanische Republik gereist ist um sich selbst zu finden und dadurch an Stärke gewonnen hat. Auch scheint sie sich einen kleinen Dickkopf angeeignet zu haben. Ihre Schwester Sabina wirkt dagegen ein wenig blass. Zwar lernen wir sie mit der Zeit auch besser kennen und sie unterstützt ihre Schwester, wo sie nur kann, aber in Hinblick auf Männer, scheint sie nicht sonderlich festgelegt zu sein und genießt ihr Leben. Lisa, die beste Freundin der beiden, kann den plötzlichen Entschluss der beiden in Deutschland alles abzubrechen und für eine gewisse Zeit sich auf und davon zu machen, so gar nicht nachvollziehen. Allerdings wäre dies in ihrem Falle als Mutter zweier kleiner Kinder und treue Ehefrau auch nicht so einfach. Auch Tom, der Ex-Freund von Alex wird zu Beginn sehr oberflächlich dargestellt, - super guter Job und pingelig ohne Ende, er scheint so gar nichts mehr mit dem „alten Tom“ von damals gemeinsam zu haben, als er und Alex noch durch die Welt gereist sind und sich keine Gedanken darum gemacht haben, wo sie nächtigen werden, oder etwa doch und es scheint nur in Vergessenheit geraten? Auch bei Enrique, dem Liebhaber von Sabina sollte man nicht zu schnell voreingenommen gegenüber sein. Nach und nach klärt auch bei ihm sich auf, warum er ist, wie er ist. Ein sehr lustiger und liebenswerter Geselle ist dagegen der Taxifahrer Raffael. Ob er es je lernen wird anständig Auto zu fahren? Aber egal, er war zu Beginn an sehr hilfsbereit und immer lustig drauf.

Ein paar einzelne Szenen, muss ich euch aber erzählen, bei diesen konnte ich ja nicht mehr an mich halten und habe Tränen gelacht. Und zwar als Alex ein neues Bett benötigt, da ihr Vermieter der Meinung war, es stehe im zu, einfach ein Bett aus der Wohnung zu entwenden, da er für ein paar Monate Besuch bekommt. Also macht Alex sich auf den weg ein neues Bett zu finden. Da sie nicht wusste, wo sie ein ordentliches Geschäft finden sollte, fragte sie Raffael, der gleich seine Hilfe anbot. Im Geschäft selbst folgte dann der Bettentest. Raffael hat sich genüsslich auf die Matratzen fallen lassen und ziemlich eindeutige Bewegungen von sich zu geben um fest zu stellen, ob das Bett geeignet sei. Wenn es zu laut quietscht und knarzt, ist das Bett durchgefallen. Bei diesen wunderbaren Beschreibungen und meinem Kopf Kino, wie ein fremder Mann dir hilft ein „nach seinen Vorstellungen“ geeignetes Bett zu kaufen, einfach genial.

Aber auch die Stelle als Lisa, die Mädels besuchen kommt und in einem Laden ein großen Hähnchen bestellen möchte mit den Worten „Un polla grande.“ Kein Wunder, dass die Herren hinter der Theke in einen Lachanfall ausgebrochen sind und einen obszönen Hüftschwung hingelegt haben. Denn wörtlich übersetzt hat Lisa anstatt einem großen Hähnchen, einen großen (Männer)schwanz bestellt. Da sieht man mal wieder, was so ein kleiner für uns scheinbar unbedeutender Buchstabenfehler ausmachen kann. Denn Hühnchen heißt „pollo“. Aber die Szene erweitert sich um noch eine kleine geniale Pointe mehr, diese ich nun aber nicht verrate.

Der Titel „Ticket ins Glück“ trifft die Geschichte perfekt auf den Punkt und spiegelt sich wunderbar in vielen einzelnen Szenen wieder. Aber auch das Cover ist wirklich gelungen. Es strahlt das karibische Feeling aus, und zeigt die beiden Hauptprotagonistinnen Alex und Sabina am Strand – strahlender Sonnenschein, Palmen und Cocktails.

Aber was passiert in der Geschichte eigentlich? Wovon handelt sie? Alex hat ihren Job verloren und ihr Verlobter Tom sieht dies als perfekten Vorwand, dass die beiden nun endlich heiraten könnten und ein Kind bekommen. Dies entspricht jedoch noch nicht so ganz Alex aktueller Ansichten und sie merkt wieder einmal, dass ihr etwas in ihrem Leben fehlt. Sie scheint sich in letzter Zeit regelrecht zurückgenommen zu haben und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse sind dabei in Vergessenheit geraten. Nach der Auseinandersetzung mit Tom ist der Punkt gekommen, an dem sie ihr Leben ändern will. Kurz entschlossen fliegt sie in die Dominikanische Republik um dort über ihr Leben, ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche nachzudenken und sich selbst endlich wieder zu finden. Eigentlich war ihr Plan sich alleine auf und davon zu machen, aber als sie dies ihrer Schwester Sabina erzählt, hat diese kurzerhand beschlossen sie zu begleiten, da sie es leid ist, das zweite Rad am Wagen zu spielen, da ihr Lover Enrique sich trotz gescheiterter Beziehung nicht von seiner Frau trennen möchte. Gesagt, getan… Kaum in der Karibik angekommen, müssen die beiden feststellen, dass das Leben auch dort kein Zuckerschlecken. Dennoch lassen sie sich nicht unterkriegen, denn Sabina gibt die Hoffnung nicht auf, dass Enrique es endlich begreift und sie zurück haben möchte und auch Alex muss erfahren, dass sie so schnell vor Tom nicht fliehen kann, da sie schwanger von ihm ist. Aber was genau die beiden erleben und ob jeder seinen Weg gefunden hat, müsst ihr nun selbst herausfinden.


Fazit:

Ein lockerer Roman mit viel Charme und Humor, sowie der alltäglichen Beziehungsproblemen, einem chaotischen Weg der Selbstfindung und einem besonderen Touch karibischen Flairs. Dennoch sehr bodenständig geschrieben – absolut empfehlenswert!



Für alle die sich ein besseres Bild der im Roman beschriebenen Szenen, speziell die traumhaften Kulissen, aber auch die ärmeren Gebiete und der vollbeladenen Motoconchos (Motoradtaxen) machen möchten, sollten mal auf der Seite der Autorin Elke Becker hier vorbeischauen:


Liebe Elke, ich danke dir vielmals für das wundervolle Rezensionsexemplar und deine Teilnahme an dem kleinen Kurzinterview!