Interview mit Gabriella Engelmann

Elchi | Freitag, 21. März 2014 |

Name / Autorennamen (Pseudonyme):
Gabriella Engelmann
Pseudonym: Rebecca Fischer


geboren:
1966 in München

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Foto: by Peter Wolff


Ab wann war Dir bewusst, dass du Autor(in) werden wolltest? 
Was hat Dich dazu bewegt?

Ich habe vor ungefähr zehn Jahren geträumt, dass ich ein Buch geschrieben habe – und fand den Traum zunächst ziemlich gaga. Doch dann dachte ich, was soll´s, vielleicht ist das ja ein Zeichen?! Dann setzte ich mich an meinen Laptop und tippte drauflos. So entstand mein Romandebüt DIE PROMIJÄGERIN.

Gibt es in deinen Büchern Parallelen zu eigenen Erfahrungen, die dich dazu inspiriert haben? Bzw. woher nimmst du deine Inspiration?

Natürlich fließt immer viel von dem ein, was ich gerade denke, fühle und was mich aktuell beschäftigt. Aber auch vieles von dem was um mich herum passiert. Ich liege zwar nicht auf der „Lauer“ und versuche mein Leben auf Romantauglichkeit abzuklopfen, aber einiges schleicht sich unterbewusst ein. Da ich gern beobachte und mich für alles Mögliche interessiere, mangelt es mir eigentlich (zum Glück!) nur selten an Ideen.

Was bedeutet Lesen für Dich?

Ich LIEBE Bücher (aber auch generell gut erzählte Geschichten) über alles. Mich in eine Story fallen zu lassen gehört zum Schönsten, was das Leben zu bieten hat.

Hast du als kleines Kind schon gerne gelesen oder kam das erst eher mit dem Alter?

In dem Moment, als ich ein Pappbilderbuch in der Hand halten konnte, war es um mich geschehen. Und das blieb auch später so. Ich war die, die bergeweise Bücher aus der Bibliothek geschleppt – und eine Woche später wieder ausgelesen zurück gebracht hat. Trotz meiner Liebe zum Lesen war ich aber auch viel draußen und habe dort herumgetobt.

Welche waren deine liebsten Kinderbücher?

Die Wawuschels, die Mumins, Pumuckl – aber auch die Bücher von Astrid Lindgren, Erich Kästner und später natürlich Hanni & Nanni, Die fünf Freunde etc.

Wer ist dein(e) Lieblings-Autor(in)?

Diese Frage kann und mag ich gar nicht pauschal beantworten. Aktuell bin ich sehr angetan, von dem was Nina George schreibt. Ich mag ihre Wortzaubereien.

Welche Genres liest du am liebsten? 
Welche Genres magst du nicht so gerne? Und warum?

Ich nenne es immer „Querbeet“. Alles je nach Lust und Laune. Mal habe ich eine Kinderbuch-Phase, dann mag ich es wieder spannend. Oder, oder … Was ich nicht so gern mag (weil ich dafür einfach zu zart besaitet bin) sind blutige Thriller. Danach kann ich nachts nicht schlafen. Generell habe ich aber keine Abneigung gegen ein bestimmtes Genre, denn es kommt immer darauf an, wie gut eine Geschichte erzählt und geschrieben ist.

Liest du lieber Bücher mit Happy End oder ohne?

An sich bin ich ein Fan von Happy Ends, gemäß Oscar Wildes Motto: Am Ende wird alles gut. Und wenn nicht, dann ist es noch nicht das Ende. Zu manchen Storys passt aber ein klassisches Happy End nicht, und dann sollte es auch nicht auf Krampf da stehen. Manchmal tut ja auch das Weinen nach einem traurigen Ende gut ;-)

Darf eine Geschichte auch total skurril und abgefahren sein, oder sollte sie trotz Fantasy-Elemente lieber authentisch wirken?

Wie schon oben gesagt: Wenn die Geschichte toll ist, dann funktioniert sie auch mit allen möglichen Stilmitteln.
  
Was gefällt Dir an einem Buch überhaupt nicht?

 Hm, schwere Frage … wenn ich als Leser nicht ernst genommen werde, oder das Gefühl habe, dass das
 Buch lustlos geschrieben wurde.

Wie sehen deiner Meinung nach die perfekten Charaktere aus? 
Welche Eigenschaften sollten sie besitzen?

Sie sollten vor allem eines können: Mich als Leser berühren. Und das kann man auf vielerlei Weise. Toll ist es, wenn die Figuren viele Facetten haben, das macht sie dann besonders spannend.

Was hältst du von Buchreihen? 
Liest du sie gerne oder magst du lieber Einzelbände?

Als Kind habe ich Buchreihen geliebt. Sie haben – wie auch Fernseh-Serien – den unschlagbaren Vorteil, dass man geliebte Figuren wieder und wieder treffen kann. Trilogien finde ich etwas problematisch, weil die Bände im Abstand eines Jahres erscheinen und man so lange warten muss. Andererseits ist Vorfreude aber bekanntlich auch die schönste Freude ;-)

Bevorzugst du Taschenbücher, Hardcover Ausgaben oder E-Books? Und warum?

Da ich eh fast den ganzen Tag am PC sitze, habe ich bislang noch kein Ebook gelesen, auch wenn ich mir das für den Urlaub ganz praktisch vorstelle. Wenn der Einband besonders schön ist, oder ich die TB-Ausgabe nicht abwarten kann, kaufe ich auch durchaus Hardcover. Für das Lesen in der Bahn oder am Strand finde ich allerdings Taschenbücher praktischer.

Darf ein Buch Leserillen und Eselsohren haben, oder sollte es möglichst neu aussehen (auch nach dem Lesen)?

Ich gebe zu, ich bin da nicht ganz so „pingelig.“ Darf ich auch gar nicht, weil ich meine eigenen Bücher für Lesungen so präparieren muss, dass ich damit klarkomme. Natürlich hüte ich meine Bücher wie Schätze, aber wenn es ein wenig gelesen aussieht, geht die Welt nicht unter. Schließlich „lebt“ das Buch durch kleine Spuren auch.

Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Da ich ein sehr visueller Mensch bin: SEHR WICHTIG. Noch wichtiger finde ich es aber, beim Einband keinen Etikettenschwindel zu betreiben und den Lesern durch das Cover einen anderen Inhalt zu suggerieren, als er im Buch eingelöst wird.

Hast auch du einen SuB (Stapel ungelesener Bücher) und weißt wie viele Bücher sich in etwa darauf befinden?

Der SUB, immer wieder ein schönes Thema ;-) Ja, ich habe einen und er umfasst in der Regel zwischen 30-40 Büchern. Das empfinde ich – je nach Stimmung – mal als Luxus und mal als kleine „Bedrohung.“ Hat aber den enormen Vorteil, dass ich für fast alle Lesestimmungen den geeigneten Titel daheim habe.

Wie findest du Buchverfilmungen? 
Magst du diese gerne oder schaust du dir diese lieber nicht an?

Manchmal bin ich ganz dankbar für Buchverfilmungen, denn ich kann ja nicht alle Romane lesen, die ich gern lesen würde. Im Falle der TRIBUTE VON PANEM bin ich sehr froh, denn für eine Trilogie fehlt mir schlicht die Zeit. Wenn ich die Romanvorlage kenne, versuche ich sie aber beim Schauen des Films auszublenden. Schließlich weiß ich genau, nach welchen Kriterien Drehbücher gestrickt werden müssen, und wie viele Kompromisse eine solche Verfilmung häufig erfordert.

In welches Buch würdest du dich gerne einmal selbst hinein träumen?

In die BULLERBÜ-Bücher von Astrid Lindgren – schöne, heile Welt :)

Wo liest du am liebsten?

Auf der Couch, im Bett, auf der Sonnenliege. Überall da, wo es gemütlich ist.

Was gehört für Dich zu einem gemütlichen Lesenachmittag /-abend dazu?

Wenn es kalt ist eine Kuscheldecke, Tee der Kaffee. Vielleicht auch mal Kekse dazu. In der Sonne auf alle Fälle eine Sonnenbrille und es muss ruhig sein. Ich kann zum Beispiel überhaupt keine Musik hören, während ich lese.


Liebe Gabriella, ich bedanke mich recht herzlich für dieses tolle Interview und deine ausführlichen Antworten! Sei ganz lieb gedrückt, Michèle!

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